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Pflege · Familie

Hilfe für pflegende Angehörige

Wer einen Menschen pflegt, leistet viel und vergisst dabei oft sich selbst. Beratung und Entlastung stehen dir zu. Du musst sie nur einfordern.

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Wer pflegt und selbst zusammenbricht, hilft am Ende niemandem.

Beratung: du musst das nicht allein wissen

Pflegende Angehörige haben eigene Rechte auf Beratung. Die Pflegekasse bietet kostenfreie Pflegeberatung an, auch bei dir zu Hause. Pflegestützpunkte beraten neutral zu allen Fragen, von Anträgen bis zu Angeboten im Stadtteil. Wohlfahrtsverbände, Kirchengemeinden und Sozialdienste haben oft eigene Beratungsstellen für pflegende Angehörige.

Gute Beratung geht über Formulare hinaus. Sie hilft dir, die eigene Lage zu sortieren: Was kann ich leisten? Was brauche ich? Wer kann einspringen?

Kostenfrei

Pflegeberatung

Über die Pflegekasse, auch als Hausbesuch.

Neutral

Pflegestützpunkt

Beratung von Kassen und Kommune gemeinsam.

Praktisch

Pflegekurse

Viele Pflegekassen bieten kostenfreie Kurse für Angehörige an.

Selbsthilfe und Austausch

In Selbsthilfegruppen und Gesprächskreisen triffst du Menschen, die das Gleiche erleben. Es tut gut zu hören, dass andere ähnliche Sorgen haben, und oft bekommst du ganz praktische Tipps. Es gibt Gruppen für Angehörige von Menschen mit Demenz, nach einem Schlaganfall oder mit anderen Erkrankungen.

Gruppen findest du über Selbsthilfe-Kontaktstellen, über die Pflegestützpunkte oder bei Vereinen und Initiativen. Auf MehrMannheim stellen sich Vereine und Initiativen aus der Region vor.

Vereine und Initiativen aus der Region

aus MehrMannheim
Alle Vereine auf MehrMannheim →

Pflege und Beruf: Pflegezeit

Wer berufstätig ist und einen nahen Angehörigen pflegt, hat unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf Freistellung. Das Gesetz kennt mehrere Formen:

Kurzzeitige Arbeitsverhinderung
für akute Pflegesituationen, wenn du kurzfristig die Pflege organisieren musst
Pflegezeit
vollständige oder teilweise Freistellung für einen längeren Zeitraum
Familienpflegezeit
reduzierte Arbeitszeit über einen längeren Zeitraum
Pflegeunterstützungsgeld
Lohnersatz bei kurzzeitiger Arbeitsverhinderung, über die Pflegekasse

Warnsignale ernst nehmen

Pflege kann erschöpfen, körperlich und seelisch. Achte auf Zeichen wie Schlafprobleme, Gereiztheit, Rückzug von Freunden oder das Gefühl, nicht mehr zu können. Das ist kein Versagen, sondern ein Signal, sich Hilfe zu holen.

  • Feste Zeiten nur für dich planen
  • Hilfe annehmen, wenn sie angeboten wird
  • Verhinderungspflege für Auszeiten nutzen
  • Mit der Hausärztin oder dem Hausarzt über die Belastung sprechen

Schritte für die ersten Wochen

  1. Beratung vereinbaren

    Ruf bei der Pflegekasse an oder beim Pflegestützpunkt.

  2. Aufgaben verteilen

    Wer in der Familie kann was übernehmen? Schreibt es auf.

  3. Mit dem Arbeitgeber sprechen

    Frühzeitig über Pflegezeit oder flexible Arbeitszeiten reden.

  4. Austausch suchen

    Eine Selbsthilfegruppe oder einen Gesprächskreis ausprobieren.

Fragen von Angehörigen

Bin ich als pflegende Person versichert?

Unter bestimmten Voraussetzungen zahlt die Pflegekasse Beiträge zur Rentenversicherung und es besteht Unfallversicherungsschutz. Frag bei der Pflegekasse nach.

Wo bekomme ich nachts oder am Wochenende Hilfe?

Bei medizinischen Fragen hilft der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116117, bei Lebensgefahr die 112. Mehr unter Notfälle im Alltag.

Ich wohne nicht in Mannheim, meine Mutter schon. Was tun?

Lass dich trotzdem beraten, auch telefonisch. Ein Pflegedienst oder eine Alltagshilfe vor Ort kann vieles abfangen.

Pflegedienst gesucht?

So findest du einen ambulanten Dienst in Mannheim.

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